Spielbericht Damen: HSG Leinfelden-Echterdingen 2 : TV Rottenburg 35:29 (20:12)
TVR wacht zu spät auf – starke zweite Halbzeit reicht nicht
Der TV 1861 Rottenburg musste sich am Samstagnachmittag auswärts bei der HSG Leinfelden-Echterdingen 2 mit 35:29 (20:12) geschlagen geben. Nach einer schwachen ersten Halbzeit kämpften sich die Rottenburgerinnen nach der Pause deutlich zurück und entschieden die zweite Hälfte für sich. Der große Rückstand aus der Anfangsphase ließ sich jedoch nicht mehr aufholen. Rund 50 Zuschauer verfolgten die Begegnung im Sportpark Goldäcker.
Der TVR fand nur schwer in die Partie und lag bereits früh deutlich zurück. Schon nach gut fünf Minuten führten die Gastgeberinnen mit 4:0 (5. Minute), nachdem sie die Unsicherheiten der Rottenburgerinnen konsequent ausnutzten. Erst in der 6. Minute gelang Anne Oeschger der erste Treffer für den TVR zum 4:1. Doch Leinfelden-Echterdingen blieb zunächst tonangebend und erhöhte in der 9. Minute auf 6:1.
Rottenburg tat sich vor allem defensiv schwer. Die Gastgeberinnen trafen aus nahezu allen Lagen und nutzten ihre körperliche Durchschlagskraft immer wieder aus. Die TVR-Abwehr bekam kaum Zugriff auf die Angriffe der HSG – immer wieder fanden die Gastgeberinnen Lücken, sodass die Defensive der Rottenburgerinnen zeitweise wie löchriger Käse wirkte.
Zwar verkürzten Eva Schmid per Siebenmeter (11.) und Sinah Vollmer kurz darauf auf 6:3, doch Leinfelden-Echterdingen blieb im Angriff äußerst effektiv. Bis zur 15. Minute setzten sich die Gastgeberinnen wieder auf 8:3 ab. Rottenburg hielt zwar phasenweise dagegen – unter anderem durch Treffer von Eva Schmid (16.), Laura Grimmer (17.) und Xenia Reetz (19.) – doch die HSG nutzte ihre Chancen weiterhin konsequent. Über 14:9 (23.) und 17:10 (26.) bauten die Gastgeberinnen ihre Führung weiter aus. Kurz vor der Pause stellte die HSG schließlich den 20:12-Halbzeitstand her.
In der Kabine folgten klare Worte und der TVR zeigte nach dem Seitenwechsel ein anderes Gesicht. Nun hieß es aus jedem Angriff und jeder Abwehraktion das Beste zu machen, ohne den Spielstand zu beachten. So spielte Rottenburg nun deutlich konzentrierter und begann endlich den Handball zu zeigen, den die Mannschaft eigentlich kann. Bereits in der 31. Minute traf Sonja Hofmeister zum 20:13, ehe Eva Schmid mit zwei verwandelten Siebenmetern (35. und 36.) weiter verkürzte.
Besonders im Angriff übernahmen nun Xenia Reetz und Pia Ruckgaber viel Verantwortung. Mit Treffern von Hofmeister, Reetz und Ruckgaber verkürzte Rottenburg bis zur 42. Minute auf 27:20. Zwar blieb die HSG weiterhin gefährlich und stellte zwischenzeitlich wieder auf 29:20 (45.), doch der TVR ließ sich davon nicht entmutigen.
In der Schlussphase entwickelte sich eine intensive Partie mit vielen Toren. Reetz (46.) und Ruckgaber (47.) brachten Rottenburg wieder näher heran. Oeschger traf in der 47. Minute zum 29:23, ehe Reetz und Ruckgaber den Rückstand bis zur 49. Minute weiter verkürzten (30:25). Auch danach blieb der TVR am Drücker: Ruckgaber , Reetz und erneut Ruckgaber sorgten dafür, dass der Abstand zwischenzeitlich auf vier Tore schrumpfte.
Trotz der Aufholjagd behielten die Gastgeberinnen jedoch in den entscheidenden Momenten die Oberhand und nutzten ihre Chancen konsequent. Zwei Treffer in der Schlussphase besiegelten schließlich den 35:29-Endstand.
Unterm Strich blieb für den TVR die Erkenntnis, dass die Mannschaft erneut zu spät in ihr Spiel fand. Erst nach der Pause gelang es den Rottenburgerinnen, die Abwehr stabiler zu stellen und im Angriff mehr Durchschlagskraft zu entwickeln. Die gewonnene zweite Halbzeit (15:17) zeigt jedoch, dass deutlich mehr möglich gewesen wäre. An diese Leistung gilt es in den kommenden Spielen anzuknüpfen.
Die Damen des TVR treffen am kommenden Sonntag in heimischer Halle auf die Damen des TSV Zizishausen. Anpfiff ist um 16 Uhr in der Volksbank Arena.
Es spielten: Betz, Krauß, Schneck (alle TW); Reetz (8/1), Ruckgaber (7), Schmid (6/5), Oeschger (3), Vollmer (2), Hofmeister (2), Grimmer (1), Baur, Faiss, Gehlen, Gieschke, Hübschen




